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KANN ICH TROTZ MEINER KREBSERKRANKUNG NOCH ARBEITEN?

Das hängt sowohl von Ihrem Beruf als auch Ihren sonstigen Lebensumständen ab. Manche Frauen können während der Behandlung ganz gut weiterarbeiten, manchen fällt es sehr schwer und andere entscheiden sich gegen die Arbeit. Einigen Frauen ist es wichtig weiterzuarbeiten, weil es ihnen Halt gibt, wenn das Leben möglichst normal weiterläuft.

Sie werden feststellen, dass sich Ihre Prioritäten mit der Erkrankung verschieben. Vielleicht fühlt sich die Vorstellung seltsam an, nicht mehr zu arbeiten. Vielleicht möchten Sie aber Ihre Zeit anders nutzen als mit Ihrer beruflichen Tätigkeit. Natürlich spielt bei der Frage, ob Sie weiterarbeiten oder nicht, Ihre finanzielle Situation eine Rolle.

Der Beruf ist ein großer und wichtiger Teil des Lebens. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie weiterarbeiten möchten oder nicht, sollten Sie den Beginn der Behandlung abwarten. Wenn Sie wissen, wie Sie die Therapie körperlich und psychisch verkraften, können Sie immer noch eine Entscheidung treffen. 

 

MUSS ICH MEINEM ARBEITGEBER DIE DIAGNOSE MITTEILEN?

Nein, das müssen Sie nicht. Ihr Gesundheitszustand unterliegt dem Datenschutz. Allerdings kann es hilfreich sein, wenn Ihr Arbeitgeber Bescheid weiß. Die meisten Chefs werden Sie unterstützen und mehr Verständnis dafür haben, wenn Sie krankheitsbedingt fehlen oder Ihre Arbeitszeit flexibel gestalten müssen, um Arzttermine wahrzunehmen. Trotzdem brauchen Sie nicht alle Details Ihrer Erkrankung und Behandlung mitzuteilen.

In größeren Unternehmen können Sie auch vertraulich mit der Personalabteilung sprechen. Die kann Ihnen sagen, welche Informationen Ihr Unternehmen wirklich braucht und welche betrieblichen Hilfen oder welche Unterstützung Sie in Anspruch nehmen können.

In Deutschland sind die Standards zum Kündigungsschutz sehr hoch. Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann ein Arbeitgeber erkrankte Mitarbeiter kündigen. Besonders geschützt sind Sie, falls Sie arbeitsunfähig sind und noch Anspruch auf Lohnfortzahlungen haben. Individuelle Betriebsvereinbarungen bieten Ihnen eventuell eine zusätzliche Absicherung.

Wenn Sie befürchten, dass Sie aufgrund Ihrer Erkrankung von Ihrem Arbeitgeber diskriminiert oder aus dem Job gedrängt werden könnten, informieren Sie sich über Ihre Rechte am Arbeitsplatz, z.B. beim Betriebsrat‑ oder einer, Rechtsberatung.

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