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„Ich frage mich, welche Therapieoption die Beste ist.“

Welche Optionen der Behandlung gibt es?

Die Brustkrebs-Forschung macht in den letzten Jahren große Fortschritte. Neue, nebenwirkungsärmere Therapien stehen zur Verfügung. Die Behandlung wird immer individuell auf Ihren Fall abgestimmt. Es gibt also nicht den einen richtigen Weg, aber den bestmöglichen für Sie.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Brustkrebs-Forschung entwickelt sich stetig weiter. Vor 50 Jahren gab es lediglich Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Heute stehen neue, wirksame Behandlungsoptionen wie z. B. Antihormontherapien oder zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Auch die Kombination von mehreren Therapien ist möglich. Die Therapie soll das Krebswachstum so lange wie möglich zum Stillstand bringen oder verlangsamen. Das Behandlungsziel ist, mit der Krankheit so gut und solange wie möglich zu leben.

Kompass Behandlungsmöglichkeiten

Der Kompass bietet einen Überblick über die aktuellen Therapiesansätze und ihre Eignung für bestimmte Krebsarten. Nur der behandelnde Arzt kann eine Behandlungsmöglichkeit für den individuellen Fall vorschlagen. Dabei sind weitere Faktoren wie Stadium, vorherige Krebstherapien, Alter und Menopausenstatus ausschlaggebend.

Der Hormonrezeptor-Status

beschreibt die Hormonempfindlichkeit Ihres Tumors. Bitte wählen Sie Ihren Status:

Der HER2-Rezeptorstatus

beschreibt das Wachstumsverhalten Ihres Tumors. Bitte wählen Sie Ihren Status:

Ihr Mutationsstatus

beschreibt, ob eine Genmutation vorliegt. Bitte wählen Sie aus ob eine Mutation vorliegt:

Nach Auswahl der obigen Angaben, erhalten Sie im Folgenden mögliche Behandlungsoptionen angezeigt.

Für Ihre Auswahl wurden mögliche Behandlungsmöglichkeiten gefunden.

PARP steht für poly(ADP-ribose) Polymerase: eine Enzymfamilie, die Schäden an der DNA, genauer: DNA-Einzelstrangbrüche reparieren kann. Bei einer Hemmung dieser „Reparatur-Aktivität“ durch PARP1-Inhibitoren können sich bestimmte Zellen, die bereits ein Defizit in der DNA-Reperaturen aufweisen, nicht mehr teilen und sterben ab. Genau das ist der erwünschte Effekt beim Einsatz von PARP1-Inhibitoren bei Brustkrebspatientinnen mit einem BRCA-Gendefekt: Die Zellen mit Gendefekt werden geschädigt und sterben ab.

Wirkmechanismus: PARP-Inhibitoren (blockierende Substanzen) hemmen gezielt die Zellteilung von BRCA-mutierten Tumorzellen.

Bei der körpereigenen Immunabwehr spielen T-Zellen (auch „T-Lymphozyten“), eine Gruppe weißer Blutzellen, eine wichtige Rolle. Sie können körperfremde Proteine erkennen und bekämpfen. Dem entgegen steht das Molekül PD-L1 (Programmed Cell death). Dieses Molekül ist auf manchen Tumorzellen vorhanden und behindert die Bekämpfung des Tumors durch das Immunsystem. Eine Anti-PD-L1-Therapie wirkt dem durch Antikörper entgegen. So wird die Bekämpfung des Tumors durch T-Zellen- wieder ermöglicht. Diese Krebsimmuntherapie wird bei triple-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs in Verbindung mit Chemotherapie eingesetzt. Zuvor muss der PD-L1-Status des Tumors getestet werden.

Wirkmechanismus: Bei einer Anti-PD-L1-Therapie bindet ein Antikörper direkt an PD-L1 und ermöglicht so eine Immunantwort zur Bekämpfung des Tumors.

Die Enzyme CDK4 und CDK6 sind wichtig für die Zellteilung und das Zellwachstum. Bei hormonempfindlichem Brustkrebs (HR+) fördern sie unter anderem durch verstärkte Zellteilung das Tumorwachstum. CDK4/6-Inhibitoren haben das Ziel, das Wachstum der Krebszellen auszuschalten. Sie sind in Europa nur in Kombination mit endokrinen Therapien zugelassen.

Wirkmechanismus: Die Wirkung von CDK4 und CDK6 wird durch Inhibitoren (blockierende Substanzen) unterbrochen und der Zellzyklus wird gestoppt.

mTOR ist ein Enzymkomplex und steuert Stoffwechsel, Zellteilung und Zellwachstum einer Zelle. Eine Überaktivität des mTOR-Signalweges verhindern im Verlauf einer Antihormontherapie deren weitere Wirksamkeit. mTOR-Inhibitoren gehören zu den zielgerichteten Therapien und wirken durch die Blockade des Signalwegs, so dass der Tumor wieder auf antihormonelle Wirkstoffe reagieren kann.

Wirkmechanismus: mTOR wird durch Inhibitoren (blockierende Substanzen) gezielt gehemmt, so dass eine Antihormontherapie wirken kann.

Der Ansatzpunkt dieser zielgerichteten Therapie ist der HER2-Rezeptor, der bei HER2-positivem Brustkrebs besonders zahlreich auf den Krebszellen vorhanden ist.

Wirkmechanismus: HER2-Rezeptorhemmer wirken durch die Blockierung von wachstums- und teilungsfördernden Signalen in der Brustkrebszelle.

Mit einer Antihormontherapie wird Brustkrebs behandelt, der auf eine Hormonbehandlung anspricht, insbesondere auf Östrogen/Progesteron (Hormonrezeptorstatus HR+). Ein andere Bezeichnung für die Antihormontherapie ist auch “endokrine Therapie”.

Wirkmechanismus: Eine Antihormontherapie unterbricht den Weg, über den hormonelle Wachstumssignale an die Zelle geleitet werden.

Diese Medikamente wirken zytotoxisch, d.h. sie töten sich teilende Zellen ab - und damit auch Krebszellen, die sich schnell teilen. Eine “Chemo” gehört zu den “systemischen“ Therapien und wirkt auf den ganzen Körper. Daher greift sie auch gesunde, insbesondere sich schnell teilende Zellen an. Es gibt viele unterschiedliche Chemotherapien, zwischen denen gewechselt werden kann.

Eine Chemotherapie kann durch Angiogenesehemmer (Angiogenese =Bildung neuer Blutgefäße) ergänzt werden. Wachsende Tumore müssen mit Sauerstoff und Nährstoffen über Blutgefäße versorgt werden. Tumorzellen können den Aufbau eines eigenen Blutgefäßsystems mit Hilfe von Botenstoffen anregen. Angiogenesehemmer stören diesen Prozess und hemmen dadurch das Tumorwachstum.

Wirkmechanismus: Chemotherapeutika greifen in die Zellteilung ein und töten Krebszellen ab. 
Angiogenesehemmer verhindern die vom Tumor vermittelte Neubildung von Blutgefäßen und hemmen damit das Tumorwachstum.

Die Strahlentherapie wird bei metastasiertem Brustkrebs vor allem zur lokalen Behandlung von Metastasen und zur Symptomlinderung eingesetzt. Bestrahlung als alleinige Therapie kommt selten zum Einsatz. Häufig werden Knochenmetastasen bestrahlt, wenn diese nicht durch andere Therapien verkleinert werden können und Schmerzen verursachen. Auch Metastasen im Gehirn, in Weichteilen oder in der Haut können mit Bestrahlung behandelt werden.

Wirkmechanismus: Krebszellen werden durch hochenergetische Strahlung lokal an der Bestrahlungsstelle zerstört. Dabei können auch umliegende gesunde Zellen abgetötet werden.

Tumore können operativ entfernt werden, z. B. wenn sie sehr groß geworden sind, die Funktion wichtiger Organe beeinträchtigen oder wenn man sich von der Operation eine deutliche Schmerzlinderung erhofft. Eine Operation wird immer durch Medikamente und/oder Bestrahlung ergänzt.

Behandlungsorte

Die Behandlung von metastasiertem Brustkrebs ist nicht unbedingt mit einem Krankenhaus-Aufenthalt verbunden. Operationen sind die Ausnahme. Untersuchungen und medikamentöse Therapien können oft ambulant durchgeführt werden. Dabei ist die Begleitung durch einen spezialisierten Arzt unverzichtbar. Folgende Anlaufstellen stehen zur Verfügung.

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Niedergelassener Onkologe oder Gynäko-Onkologe

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Zertifiziertes Brustzentrum

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Großes onkologisches Zentrum, vermittelt Spezialisten

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Zentrum für familiären Brustkrebs, bei erblicher Belastung

Die Website OncoMap der Deutschen Krebsgesellschaft zeigt
die Brust- und onkologischen Zentren in Deutschland nach
Regionen.

www.oncomap.de

Teilnahme an Studien

Die Behandlung von Brustkrebs wird fortlaufend untersucht und weiterentwickelt. Dazu sind sogenannte Studien unerlässlich: Mediziner untersuchen mögliche neue Therapien oder beobachten bereits zugelassene Medikamente im Behandlungsalltag der Patientinnen. Dabei sind etwa die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten oder die Lebensqualität wichtige Themen. Manchmal kann der behandelnde Arzt einer Patientin die Teilnahme an einer geeigneten Studie vorschlagen. Je nach Fragestellung eignen sich unterschiedliche Studienformen.

Nicht-interventionelle Studien

Um die Therapie von Brustkrebs mit bereits zugelassenen Medikamenten zu untersuchen, bieten sich nicht-interventionelle Studien (NIS) an. Nicht-interventionell bedeutet, dass nicht „interveniert“, also nicht in die Behandlung eingegriffen wird. Der nachfolgende Film erklärt, was NIS sind, wie sich diese Studienform von anderen Studien unterscheidet und wie NIS zur Verbesserung der individuellen medizinischen Versorgung beitragen können.

Untersuchung der Lebensqualität

Brustkrebs, aber auch die Behandlung dieser Erkrankung können die Lebensqualität beeinflussen. Dabei ist die Wahrnehmung der eigenen Lebensqualität sehr individuell und ein wichtiger Bestandteil verschiedener Studien. Dieser Film erklärt den Begriff Lebensqualität und wie diese in der medizinischen Forschung und im Praxisalltag untersucht werden kann.

Klinische Studien

Klinische Studien sind ein wichtiger Teil der medizinischen Forschung. Dabei wird geprüft, ob mögliche neue Therapien wirksam, gut verträglich und womöglich besser als die Standardtherapie sind.

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Das spricht für die Teilnahme an einer klinischen Studie

  • Eine Studienteilnahme ermöglicht Zugang zu neuen Medikamenten, die derzeit noch nicht in Deutschland erhältlich sind.
  • Das neue Medikament hat sich in vorangegangenen Studienphasen an kleineren Patientenzahlen als sicher und wirksam erwiesen.
  • Eine Studienteilnahme ist ein wertvoller Beitrag zur Erforschung neuer Medikamente, von denen zukünftige Patientinnen profitieren können.
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Das gilt es abzuwägen

  • Zusätzliche Blutabnahmen, außerplanmäßige CT- oder MRT-Aufnahmen und das Ausfüllen von Fragebögen können Zeit beanspruchen.
  • Bei randomisierten Studien (random = engl. Zufall) wird ausgelost, welche Patientinnen die bestmögliche Standardtherapie und welche Patientinnen das neue Medikament erhalten. Sie haben also selbst nicht die Möglichkeit, sich die Therapie auszusuchen.
  • Selbst bei Einnahme eines neuen und vielversprechenden Medikaments, gibt es keine Garantie dafür, dass dieses wirksamer ist als die Standardtherapie und wie die Verträglichkeit ist.

Haben Sie noch Fragen?

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„Hilfe für mich“ bietet Antworten zu medizinischen und alltagsrelevanten Fragen rund um metastasierten Brustkrebs. Das Onlineportal begleitet Betroffene und Angehörige auf dem Weg von der Diagnose über die Therapie bis hin zu sozialrechtlichen Themen.

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Aktuelle Informationen zu metastasiertem Brustkrebs und COVID-19

Zum Thema metastasierter Brustkrebs und Covid-19 haben wir zusammen mit Experten Informationen zusammengestellt. Dies können Sie hier runterladen.